Wir vom Impact Hub haben kurzfristig die Möglichkeit bekommen an der #UnConference der RWE Tochter Innogy teilzunehmen. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und so habe ich (Janna) mich auf den Weg nach Essen gemacht. Auf dem Gelände der Zeche Zollverein steht der eindrucksvolle Sanaa Neubau, der an diesem Tag der Ort für die UnConference war.

Welcome Speech von CEO Peter Terium

Peter Terium auf der #UnConference

In der zweiten Etage ist ein riesiger Raum, der in moderner, kühler Betonbauart, den geschätzt 300 Teilnehmern genug Platz bot, um die ersten Vorträge zu verfolgen. Diese fanden auf einer runden Bühne statt, die in der Mitte des Publikums stand, die Präsentationen dazu konnten an zwei Leinwänden verfolgt werden. Eine nette Computerstimme auf là Siri führte als Moderatorin durch die Veranstaltung und als RWE International SE CEO Peter Terium dann als Roboter einfuhr, wusste man augenblicklich dass zukunftsorientierte Technik und Digitalisierung die großen Themen für heute sein würden. Terium betonte dies auch in seiner Welcome Speech, für die er dann selbst auf die Bühne kam und hielt die Zuhörer dazu an in neuen Dimensionen zu denken sowie offen für Innovationen zu sein. Das war eine gute Überleitung zu Salim Ismail, der danach in seinem knapp einstündigen Vortrag über Exponential Organizations sprach.

Salim Ismail erzählt in seinem spannenden Vortrag über Exponential Organizations

Mural von Stephanie CrowleyMural von www.thechrysalissolution.com

Ismail ist der Founding Executive Director der Singularity University (die auch Partner der UnConference war), hat das Buch „Exponential Organizations“ geschrieben, ist Business Angel und vieles mehr. In seinem überaus interessanten Vortrag zeigte er Beispiele wie weit die Technologie mittlerweile fortgeschritten ist und in den Alltag und die Arbeit der Menschen eingreift und gab einen Ausblick auf das, was noch kommen wird. Dabei betonte er, wie wichtig es ist, dass Unternehmen innovativ sind und bleiben, in neuen Strukturen denken, flexibel sind und auch im Auge behalten, was um sie herum passiert. Denn meistens kommt die „Gefahr“ nicht aus den eigenen Reihen, sondern von themenfremden Digitalisierungen, wie man am Beispiel von Uber und Taxis, Airbnb und Hotels sieht. Es bleibt spannend wie sich Unternehmen jetzt und in Zukunft darauf einstellen werden und in wieweit die Umstellung gelingt. Das Buch von Salim Ismail ist auf jeden Fall schon auf unserer books to read Liste.

Im Anschluss gab Thomas Birr in „Ready To Transform“ ein paar Ausblicke, wie sich der Energiemarkt in Zukunft verändern wird und in „Bringing it all together: innogy, innovation, start-ups, corporates“ stellte Inken Braunschmidt den Innovation Hub von innogy vor und erläuterte die einzelnen Bereiche.

„The Power Of Crowd“ Workshop von Kian Gohar

Weiter ging es mit den Workshops. Es gab insgesamt vier, von denen man sich einen aussuchen konnte. Nachmittags wurden die gleichen Workshops erneut angeboten, so dass man insgesamt bei Zweien mitmachen konnte, doch da ich nur bis mittags Zeit hatte, gab es nur einen Workshop für mich. Ich entschied mich für „The power of crowds“, der von Kian Gohar, dem Executive Director von xprize.org, gehalten wurde. In einer kurzweiligen Präsentation stellte Gohar erst die Vorgehensweise und Vorteile von Crowdsourcing vor und gab anschauliche Beispiele aus der Praxis. Darin zeigte er, dass vor allem in den USA Unternehmen schon längst auf die Stärke der Crowd setzen und es für verschiedene Bedürfnisse, bzw. Problemstellungen zudem unterschiedliche Crowdsourcing-Plattformen gibt. Crowdsourcing ist ein Trend, der auch in Deutschland immer wichtiger wird und in der Unternehmensstrategie mit eingeplant werden sollte. Die Vorteile sind vielfältig: EsJanna lässt eine Drohne fliegen erhöht die Flexibilität, das Unternehmen bekommt Zugang zu Ideen und Talenten, das Potential und die Leistungsfähigkeit wird erhöht und gleichzeitig werden Kosten gesenkt. Zum Abschluss gab Gohar den Teilnehmern zwei Fragestellungen, die in kleinen Gruppen diskutiert wurden und deren Ergebnisse anschließend den gesamten Workshopteilnehmern*innen vorgestellt wurden.

Nach dem Mittagessen war dann noch eine Runde Drohnenfliegen angesagt, die von drohnenhangar.de zur Verfügung gestellt wurden. Im Foyer und dem Raum in dem die Vorträge stattfanden gab es zudem für Start-ups aus dem Energie- und Technikbereich eine Präsentationsfläche.

Insgesamt war die UnConference eine informative Veranstaltung auf der ich eine gute Menge an neuem Input bekommen habe. Zudem war es interessant zu sehen wie Unternehmensriesen, wie RWE sich für die Zukunft und vor allem für die fortschreitende Digitalisierung fit machen.

 

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