Winter School “Social Entrepreneurship in Entwicklungsländern” startet an der TU Dortmund

Studierende aus Entwicklungsländern werden mit Start-up Know-how fit gemacht für eine Selbstständigkeit in ihren Heimatländern.

Die Fakultät Raumplanung der TU Dortmund bietet einen internationalen Masterstudiengang zu „Regional Development Planning and Management“ für „Young Professionals“ aus Entwicklungs- und Schwellenländern sowie für deutsche Interessenten an, die sich für die Entwicklungszusammenarbeit qualifizieren wollen. Er wird gemeinsam mit Partneruniversitäten in Ghana, Tansania, Chile und den Philippinen angeboten. (Weitere Informationen unter spring-master.net).

Nach der Rückkehr der Studierenden in ihre Heimatländer stehen diese vor der Herausforderung sich in den jeweiligen Arbeitsmarkt zu re-integrieren. Dies ist nach zweijährigen Lern- und Arbeitserfahrungen in anderen und gemischten winter school impact hub ruhrkulturellen Kontexten für viele Rückkehrer eine große Herausforderung. Sei es, dass sie als überqualifiziert oder als besonders ehrgeizig und damit bedrohlich für etwaige Führungskräfte wahrgenommen werden. Für die Studierenden ist es hilfreich, sich mit Konzepten, Methoden und Praktiken auseinanderzusetzen, die Alternativen zum klassischen Arbeitsmarkt bieten, denn die Arbeit als selbstständige Berater in Entwicklungsprojekten oder die Gründung eigener Unternehmen wird bisher kaum betrachtet.

20 Studierende können erste Start-up Erfahrungen kennenlernen

Die Winter School ermöglicht es 20 Studierenden sich wie in einem Start-up auszuprobieren und eine Geschäftsidee auf Basis der Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs) zu entwickeln, die soziale und/oder ökologische Probleme in den Heimatländern lösen kann. Um die Idee ökonomisch auf solide Beine zu stellen, werden Methoden und Praktiken unternehmerischen Denkens und Handelns vermittelt und die Idee in ein Geschäftsmodell überführt. Ergänzende Methoden aus dem Bereich Marketing und Finanzierung sorgen für ein abgerundetes Verständnis vom Prozess eine Idee bis zur Selbstständigkeit zu entwickeln. Eine abschließende Kurz-Präsentation („Elevator-pitch“) übt das Zusammenfassen und Präsentieren der Idee vor Investoren oder Geldgebern ein.

Der Impact Hub Ruhr führt die Winter School bereits zum zweiten Mal durch

Die Durchführung der Winter School durch den Impact Hub Ruhr als Dienstleister sorgt für bestmöglichen fachlichen Input erfahrener Trainer und Coaches mit hohem Praxisbezug. Der Impact Hub Ruhr ist Teil des global tätigen Impact Hub Netzwerkes mit über 100 Standorten. Impact Hubs sind Orte von Innovation und Zusammenarbeit zwischen Gründern, Unternehmen, Start-Ups, Investoren, Stiftungen, Vereinen und Verbänden. Der Impact Hub Ruhr in Essen fördert nachhaltiges Unternehmertum, Innovation und Kooperation zwischen Unternehmen und Start-ups in der Region. Das Impact Hub Team hat das Format bereits 2016 ehrenamtlich organisiert und durchgeführt. Die teilnehmenden Studierenden waren sehr zufrieden und haben empfohlen, das Format weiterzuführen. In diesem Jahr wurde die WWInter School Impact Hub Ruhrinter School weiterentwickelt und erhält eine För-derung durch den DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst).

Die Studiereden können in den Hubs in ihren Heimatländern weiter an der Idee arbeiten

Zusätzlich zu der Winter School sollen die Studierenden mit Impact Hubs in ihren Heimatländern in Kontakt gebracht werden, sofern es dort bereits Standorte gibt (Afrika hat 10 Standorte, Asien & Pazifik 14, Lateinamerika 19). Dort wird es ihnen möglich sein, ihre Gründungsideen zu schärfen und weiterzuentwickeln. Die Teilnehmer können so als „change-agents“ Entwicklungen in ihren Ländern anstoßen und mit unternehmerischem Denken gute Partner für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit oder als Unternehmer für Public Private Partnerships werden.